Erste Eindrücke von The Legend of Zelda: Skyward Sword


21.06.2010

Zum Auftakt der Nintendo-Pressekonferenz auf der E3 2010 erschien Shigeru Miyamoto mit einem nostalgischen Nicken auf den Nokia-Bildschirmen und schwenkte dabei ein Schwert und einen Schild, um dem Publikum The Legend of Zelda: Skyward Sword für die Wii vorzustellen und nur wenig später in Person auf der Bühne mit einer Wii-Fernbedienung und einem Nunchuk zu erscheinen. Dieser Übergang markiert eine der wichtigsten Innovationen der Serie: Dank  Wii MotionPlus und New Play Control werden bei Links neuestem Abenteuer die Spieler-Bewegungen mit denen von Nintendos legendären Helden synchronisiert.
NIL_RVL_ZeldaSS_04ss04_E3.jpg
Eine kurze Aufwärtsbewegung des Nunchuk bewirkt, dass Link seinen Schild erhebt, während er diesen bei einem Vorwärts-Ruck zur Abwehr einsetzt. Solch ein Vorwärts-Ruck kann das Projektil eines Deku Scrubs aus der Bahn bringen, wenn Sie den richtigen Moment erwischen. Durch einen schnellen Schlag mit der Wii-Fernbedienung wird das Schwert aus der Scheide gezogen, das dann, erfüllt mit der erforderlichen Kraft von Wii MotionPlus, den Bewegungen des Spielers 1:1 folgen kann. Damit erreichen die Schwertkämpfe im Hinblick auf Fähigkeiten und Strategie eine ganz neue Dimension. Sie müssen sich Ihre Gegner schon ganz genau ansehen, um einschätzen zu können, ob Sie diese durch einen Vorwärts-Ruck oder doch besser mit einem Schlag in eine bestimmte Richtung loswerden können. Von den Molblins werden Ihre Angriffe abgewehrt, wenn Sie nicht mit dem richtigen Winkel zuschlagen, während sich das Maul einer Deku-Baba-Pflanze nur um eine bestimmte Achse herum öffnet. 

Sie können immer noch den Z-Button benutzen, um so gut wie jeden Gegner in Ihrer Nähe unter Kontrolle zu bringen. Aber es reicht nicht mehr aus, nur den richtigen Moment zu erwischen, um erfolgreich zuzuschlagen. Unter den gefährlichsten Gegnern der spielbaren Demo ist ein Stalfos-Ritter zu nennen, der zwei Klingen in unterschiedlichen Winkeln schwenken kann und manchmal seine Flanken ungeschützt lässt, so dass der Spieler ihm von einer Seite einen waagerechten Slice versetzen kann. Werden die Spieler mit einem Riesen-Skorpion konfrontiert, müssen Sie seine  gewaltigen Zangen aus dem richtigen Winkel attackieren, bevor sie sein Panzerauge mit einem geschickten Vorwärts-Ruck ausschalten.

Das Titelschwert, das sich, wie der Produzent Elji Aonuma bekannt gab, letztlich in das legendäre Masterschwert verwandeln wird, kann kurz nach oben gehalten werden, um dieses mit himmlischer Energie aufzuladen, die man mit einem Schlag mit einem Projektil verschießen kann. Weitere Bewegungen, die oben an Links Ärmel ausgeführt werden, sind die Drehattacke, die durch das waagerechte Schwingen mit beiden Controllern ausgeführt wird, sowie ein vertikaler Dreh-Slice, der zustande kommt, wenn die Wii-Fernbedienung und der Nunchuk gleichzeitig senkrecht geschwenkt werden.

Nach guter Zelda-Tradition trägt Link ein großes Waffenarsenal in seinen Taschen. Halten Sie den B-Button der Wii-Fernbedienung gedrückt, um ein kreisförmiges Menü aufzurufen und bewegen Sie den Cursor zum Auswählen in die Richtung des gewünschten Gegenstandes. Diese Methode, die Miyamoto damit verglich, einfach in Links Taschen zu greifen, ist sehr effektiv, um ganz schnell an Ort und Stelle die Waffe zu wechseln.
NIL_RVL_ZeldaSS_07ss07_E3.jpg
Mit Wii MotionPlus bekommen auch bekannte Gegenstände einen ganz neue Wirkung. So können Bomben jetzt in einem Vorwärtsbogen geworfen werden, wenn man die Wii-Fernbedienung über dem Kopf schlenzt, oder aber mithilfe von Kegel-Bewegungen wie eine Bowling-Kugel gerollt werden. Miyamoto erwähnte auch, dass geübte Spieler die Kugel mithilfe einer gewissen Drehung genau dort platzieren können, wo Sie sie haben möchten, so dass sich hier vielfältige Möglichkeiten für tolle Bombenpuzzles eröffnen.
NIL_RVL_ZeldaSS_08ss13_E3.jpg
Neu im Inventar des Spiels ist ein mechanischer Käfer, der von Links Arm abgeschossen werden kann. Wenn der Käfer losfliegt, kann man ihn in der Luft durch Drehen und Wenden der Fernbedienung steuern. Es ist schon sehr aufregend, durch die Lüfte empor zu steigen. Durch Drücken des A-Buttons kann man den Flug beschleunigen, Bomben aufheben, um sie anderswo abzuwerfen, oder Gegner verblüffen, wenn man in sie hinein rast. 
NIL_RVL_ZeldaSS_05ss05_E3.jpg
Die Peitsche bietet noch mehr Angriffsmöglichkeiten, je nachdem, wie viel Schwung Sie haben und erweist sich als hilfreich, eine kleine Anzahl von nervtötenden, fledermausartigen Keeses auf einen Schlag unschädlich zu machen oder Gegenstände in der Ferne einzusammeln.
NIL_RVL_ZeldaSS_08ss15_E3.jpg
Links Steinschleuder und Flitzbogen sind auch wieder mit von der Partie. Letzterer sollte all denjenigen bekannt sein, die bei Wii Sports Resort Bogenschießen gespielt haben. Bereiten Sie einen Pfeil mit dem C-Button vor, ziehen Sie den Nunchuk zurück, um Ihren Bogen zu spannen und lassen Sie den C-Button los, um den Pfeil abzufeuern.
NIL_RVL_ZeldaSS_08ss11_E3.jpg
Skyword Sword präsentiert sich in einem ganz neuen Kunststil, der von impressionistische Malern, wie Paul Cézanne, inspiriert wurde. Die Spielwelt wirkt, als wäre sie mit einer üppigen Palette aus Wasserfarben kreiert worden; so wie ein Gemälde, das zu Leben erweckt wurde.

Wenngleich noch vieles über die Handlung und die Schauplätze des Spiels geheim gehalten wird, erklärte Aonuma, dass Link dieses Mal tatsächlich in einer Stadt namens Skyloft lebt, die hoch über der Welt schwebt, und Link keine Ahnung von deren Existenz hat.  Eines Tages, als man ihm von dem Land unter ihm erzählt, erhält er den Auftrag, hinab zu steigen, um dort böse Mächte mithilfe des Skyward-Schwertes zu vertreiben. Während Miyamoto und Aonuma diesem Spiel, das schon jetzt wie ein spektakuläres Abenteuer erscheint, den letzten Schliff geben, können Sie sich schon darauf freuen, dieses Spiel nächstes Jahr auf der Wii zu spielen.


Wichtiger Hinweis: Die Inhalte und das Bildmaterial entstammen  einer Version von "The Legend of Zelda: Skyward Sword", die  im Juni 2010 auf der E3 vorgestellt wurde. Die vollständige Seite folgt demnächst!