4. Die Zeit heilt alle Wunden

Koizumi:

Als wir uns eben über die Niedlichkeit unterhielten, erinnerte mich das daran, dass Toad früher ziemlich farblos aussah. Dieses Mal erscheint er aber insgesamt viel niedlicher, weil er Katzenohren bekommen hat. Dies und seine Fähigkeit, ganz schnell zu rennen, macht ihn meiner Meinung nach zu einem unglaublich attraktiven Charakter.

Iwata:

Ja. Vielleicht verstimmt das jetzt seine Fans ein wenig, aber Toad ist zu einem überraschend beliebten Charakter geworden.

Koizumi:

Genau. Dieses Mal gibt es sogar Gameplay, bei dem Toad die Hauptrolle spielt.

Hayashida:

Nehmen wir mal Super Mario Galaxy als Stichwort. Da gibt es Spiele, wie „Kapitän Toads Abenteuer”, bei denen Kapitän Toad mit seiner unvergesslichen kleinen Melodie „ta-dada-da, ta-dada-da” auftritt.

Iwata:

Was für eine Art von Spiel ist das?

Hayashida:

Video: Kapitän Toads Abenteuer

Als wir uns eben über die Niedlichkeit unterhielten, erinnerte mich das daran, dass Toad früher ziemlich farblos aussah. Dieses Mal erscheint er aber insgesamt viel niedlicher, weil er Katzenohren bekommen hat.
Das ist eine Art Rätsel-Spiel, bei dem man die Bewegungssteuerung des Wii U GamePads für die Kameraeinstellung verwendet und auch um Kapitän Toad fünf Grüne Sterne in bestimmten Leveln sammeln zu lassen . Wir wollten damit die Leute zum Ausprobieren eines Spiels animieren, bei dem man die Kamera wie bei einem 3D-Super Mario-Spiel selbst einstellen kann.

Iwata:

Dann laden Sie also die Spieler dazu ein, 3D-Super Mario zu erleben.

Hayashida:

Ja. Und dieses Mal hat Kapitän Toad seinen Rucksack auf dem Rücken und kann damit gar nicht springen. Das macht sogar Gegner wie die Gumbas zu beachtlichen Herausforderern.

Iwata Asks
Iwata:

Die lassen sich nicht zertreten! (lacht)

Hayashida:

Ja. Man muss ihnen aus dem Weg gehen. Das ist etwas ganz Neues und macht Spaß, weil es so überraschend kommt.

Miyamoto:

Wäre das schon vor der Fertigstellung vorgeschlagen worden, hätte ich wahrscheinlich ablehnend gesagt: „Dann kann man ja gar nicht springen! Nein!" Das ist ganz ungewöhnlich für Super Mario.

Iwata:

Ja, in der Tat.

Miyamoto:

Aber das war wieder etwas, das ich in Ordnung fand, weil es Spaß machte. Hätten wir bei allen Fortsetzungen an den Mario-typischen Designs festgehalten, dann wären die Spieler vielleicht einiger Dinge überdrüssig geworden.

Iwata:

Aber ich denke, das wurde sehr willkommen in der ganzen Welt aufgenommen und hat sich seit Super Mario Galaxy sehr weit verbreitet.

Miyamoto:

Dieses Mal fügen sich daher in der zweiten Spielhälfte weitere Level ein, die sich schon deutlich unterscheiden.

Hayashida:

Das stimmt. Da gibt es ein Level im japanischen Stil und eines im Stil von Mario Kart15.15. Mario Kart: Eine Action-Rennserie mit Mario-Charakteren. Die letzte Folge der Mario Kart-Serie ist Mario Kart 7, ein Rennspiel, das für das Nintendo 3DS-System im Dezember 2011 veröffentlicht wurde.

Iwata:

Ein Level im japanischen Stil?

Hayashida:

Da gibt es Tatami-Binsenmatten und Schiebetüren aus Papier.

Video: Schiebetüren

Als wir uns eben über die Niedlichkeit unterhielten, erinnerte mich das daran, dass Toad früher ziemlich farblos aussah. Dieses Mal erscheint er aber insgesamt viel niedlicher, weil er Katzenohren bekommen hat.
Und wenn man den Bildschirm des Wii U GamePad berührt, öffnen sich die Schiebetüren .

Iwata:

(lacht)

Motokura:

Mit der Erstellung dieses Levels haben wir begonnen, weil es dem Level-Designer gefiel. (lacht)

Miyamoto:

Vom Stil her ist es japanisch. Es gibt jedoch einen chinesischen Gong. Das ist schon etwas seltsam und kommt einem so vor, als sei Japan im Ausland fälschlicherweise so dargestellt worden.

Iwata:

Nun, da das Spiel von Japanern gemacht wurde, wäre es für die einheimische Bevölkerung wohl etwas zu viel geworden, wenn das Team das Spiel einfach ganz normal erstellt hätte. Wie sieht das Level zu Mario Kart aus?

Motokura:

Zuerst bauten wir ein Armaturenbrett ein. Und als wir dann zum Ende hin alles zusammenfügen wollten, diskutierten wir darüber, welches Leitmotiv wir verwenden sollten, und ...

Iwata:

Dann sagten Sie: „Lasst uns Mario Kart machen!"

Motokura:

Ja. Wegen der Resonanz haben wir hier ein bisschen abgekupfert! (lacht)

Miyamoto:

Beim Spielen denkt man dann:

Video: „Ist das nicht Mario Kart?”

Als wir uns eben über die Niedlichkeit unterhielten, erinnerte mich das daran, dass Toad früher ziemlich farblos aussah. Dieses Mal erscheint er aber insgesamt viel niedlicher, weil er Katzenohren bekommen hat.
„Ist das nicht Mario Kart?” Selbst die Hintergrundmusik ist gleich.

Iwata:

Sie haben sogar die Hintergrundmusik übernommen? Nun, Sie arbeiten zwar in der gleichen Firma, aber … (lacht)

Hayashida:

Ja! (lacht) Auf solche Dinge freut man sich üblicherweise erst nach dem Ende, aber dieses Mal haben wir es gleich am Anfang eingebaut.

Iwata:

Dann muss es noch etwas anderes geben, auf das man sich nach dem Ende freut, oder?

Hayashida:

Ja. Nach dem Ende wird dieses Mal Rosalina 16 als spielbarer Charakter verfügbar. 16. Rosalina: Ein Charakter aus der Super Mario Galaxy-Serie.

Iwata:

Oh! Rosalina?! Ich frage mich, wer wohl darauf bestanden hat?

Koizumi:

Hm, Sie denken da jetzt wahrscheinlich an mich! (lacht) Aber es war Mr. Motokura, der auf mich zukam und mich darum bat, sie aufzunehmen.

Iwata:

Mr. Motokura, warum Rosalina?

Motokura:

Ich überlegte mir, was wir wohl nach dem Ende noch bringen könnten. Außerdem wollten wir neben Prinzessin Peach gern noch einen weiteren weiblichen Charakter aufnehmen. Rosalina hat eine Anhängerschaft unter den Super Mario Galaxy-Fans. Und da sie erst vor kurzem bei Mario Kart aufgetreten ist, dachte ich, sie sei allseits bekannt.

Iwata Asks
Miyamoto:

Als Super Mario Galaxy gerade erschienen war, beschäftigte es mich sehr, dass Rosalina auch dann auftrat, wenn Prinzessin Peach bereits erschienen war. Aber weil es sich zunächst nur um Super Mario Galaxy drehte, fand ich das noch in Ordnung. Außerdem haben wir ihre Gestalt etwas größer als bei Prinzessin Peach erscheinen lassen. Doch dann wurde sie plötzlich zu einem ganz gewöhnlichen Charakter von Mario Kart, ein ganz normales Mädchen. Selbst ihre Größe normalisierte sich.

Iwata:

Wie sagt man doch so schön: „Die Zeit heilt alle Wunden".

Miyamoto:

Wenn ich heute darüber nachdenke, dann frage ich mich, warum mich das damals so beschäftigt hat. Wahrscheinlich war ich noch grün hinter den Ohren. (lacht)

Hayashida:

Dieses Mal verfügt Rosalina über eine

Video: Rosalinas Spezial-Drehattacke

Als wir uns eben über die Niedlichkeit unterhielten, erinnerte mich das daran, dass Toad früher ziemlich farblos aussah. Dieses Mal erscheint er aber insgesamt viel niedlicher, weil er Katzenohren bekommen hat.
Spezial-Drehattacke , so dass sie mit Leichtigkeit weiterkommt, wenn man sie ganz normal einsetzt.

Iwata:

Dann schlagen Sie vor, sie nach dem Abschließen des Spiels für Erkundungen zu verwenden?

Hayashida:

Ja. In Katzengestalt verliert sie allerdings ihre Wirbelattacke.

Iwata:

Huch? Sie verliert also eine Fähigkeit, wenn sie sich verwandelt!

Hayashida:

Ja, das stimmt. Aber durch ihre Verwandlung zu einer Katze wird sie auch zu einem interessanten Charakter. Sie verwandelt sich in eine schwarze Katze.

Iwata:

Meine Güte …

Motokura:

Diese Eingabe stammt von Mr. Koizumi. Er wollte unbedingt eine schwarze Katze.

Iwata:

Das konnte auch nur von Mr. Koizuma kommen!

Alle:

(lachen)